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Gendern und SEO: Auswirkungen auf Google-Rankings und Lösungsansätze

Die Diskussion über gendersensible Sprache in Bezug auf SEO und Google-Rankings ist komplex und wirft wichtige Fragen auf. Es gibt derzeit keine klare Aussage von Google darüber, ob und wie sich Gendern auf die SEO-Rankings einer Website auswirken.

icons8-geschlecht-100Warum männliche, weibliche oder geschlechtsneutrale Begriffe in Website Texten verwenden?

In der deutschen Sprache gibt es männliche und weibliche Formen von Personenbezeichnungen. Historisch betrachtet war das generische Maskulinum verbreitet, aber der Wunsch nach einer Sprache, die alle Geschlechter einschließt, hat an Bedeutung gewonnen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Frauen, Männer und Menschen außerhalb der Geschlechtsbinarität einzubeziehen. Es ist wichtig anzumerken, dass gendersensible Sprache ein gesellschaftliches Thema ist, das über die SEO-Optimierung hinausgeht. Es ist eine Frage der Gleichstellung und Inklusion. Für Unternehmen bedeutet es, ihre Zielgruppe anzusprechen und dennoch eine kohärente und authentische Kommunikation zu wahren.

icons8-geschlecht-100Welche Möglichkeiten gibt es für gendergerechte Sprache?

Es gibt keine einheitliche Vorgabe wie gendergerechte Sprache auszusehen hat. 

Schließt Frauen und Männer mit ein:
    • Nennung von weiblicher und männlicher Form (Radfahrerinnen und Radfahrer)
    • Binnen-I (RadfahrerInnen)
    • Schrägstrich (Radfahrer/innen)

Schließt alle Geschlechter mit ein:
    • Gender-Gap (Radfahrer_innen)
    • Doppelpunkt (Radfahrer:innen)
    • Gendersternchen (Radfahrer*innen)
    • Radfahrende
    • Personen, die Rad fahren
    • Radfahrende Menschen

icons8-geschlecht-100Einfluss von Gendern für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen

Untersuchungen zeigen, dass das Suchvolumen und die Suchergebnisse für männliche, weibliche und neutrale Keywords stark voneinander abweichen. Suchanfragen nach männlichen Berufsbezeichnungen werden deutlich häufiger durchgeführt als nach ihren weiblichen Varianten. Beispielsweise wird "Arzt" 4,5 mal öfter gesucht als "Ärztin". Noch prägnanter ist die Situation bei Begriffen wie "Elektriker" im Vergleich zu "Elektrikerin": Die männliche Form wird mehr als 1.300 mal so oft gesucht, wie die weibliche Variante des Worts. 

Was bedeutet das für die Optimierung einer Website? Beispiel: Elektrikerin

  • Es bedeutet, dass eine Elektrikerin, die auf ihrer Website bewusst als Elektrikerin auftritt, unter Umständen schlechtere Chancen hat, organischen Traffic zu erzielen, weil nur 20 mal pro Monat nach der weiblichen Form gesucht wird.
  • Eine „Elektrotechnikerin“ spart sich mit der weiblichen Form 85 % der Konkurrenz, welche auf das männliche Keyword optimiert.

icons8-geschlecht-100Wie interpretiert Google die Formen des Genderns?

Die Herausforderung für Website-Betreiber besteht darin, eine durchgängige und einheitliche Sprache zu führen, die gendersensibel ist und dennoch von Suchmaschinen effektiv erkannt wird. Es gibt verschiedene Ansätze für gendersensible Sprache, darunter das Gendersternchen, den Unterstrich, das Binnen-I, die Gender-Gap-Schreibweise, den Doppelpunkt und weitere neutrale Formulierungen. 

Google interpretiert diese verschiedene Formen gendersensibler Sprache unterschiedlich:

  • Das Gendersternchen und auch der Unterstrich werden meist als zwei Begriffe aufgefasst (Elektriker*in oder Elektriker_in = Elektriker in)
  • Das Binnen-I wird als weibliche Schreibweise erkannt (ElekrtikerIn = Elektrikerin)

Die Interpretation von Suchmaschinen führt zu einer ungleichen Darstellung der Suchergebnisse. Die männliche Form wird oft bevorzugt bzw. häufiger gesucht. Wer also in Texten die weibliche Version verwendet, oder eine Form des Genderns wählt, die Google und Co als weiblich auffassen, wird eventuell an Ranking verlieren.  

icons8-geschlecht-100Lösungen und Empfehlungen für suchmaschinenoptimiertes Gendern

Die Frage, wie Unternehmen in Bezug auf gendersensible Sprache und SEO vorgehen sollen, ist komplex. Eine Lösung könnte in der doppelten Optimierung der Meta-Daten liegen, wobei die männliche Form stärker gewichtet wird, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.

Beispiel: Elektriker in Hamburg | Ihre kompetente Elektrikerin mit 10 Jahren Erfahrung

Doch dies kann bedeuten, dass die eigene Identität und Authentizität des Unternehmens möglicherweise beeinträchtigt wird.

Die Verwendung geschlechtsneutraler Begriffe (Mitarbeitende), das Ausschreiben beider Begriffe (Lehrer und Lehrerinnen) oder Relativsätze („Alle, die sich für das Webinar angemeldet haben…“) könnten ebenso hilfreich sein, um das Gendern in Suchmaschinen lesbarer Form umzusetzen.

icons8-geschlecht-100Unsere Empfehlung für das suchmaschinenoptimierte Gendern

Letztlich bleibt die Frage, wie Unternehmen mit diesem Dilemma umgehen wollen: Die eigene Identität wahren oder möglicherweise organischen Traffic einbüßen? Eine klare Antwort darauf gibt es bisher nicht, doch die Diskussion um gendersensible Sprache im Kontext von SEO und Online-Präsenz bleibt relevant und diskussionswürdig. Second Elements empfiehlt seinen Kunden folgende Best Practices, welche das Thema Gendern so umsetzt, dass es keine negativen Einflüsse auf das Ranking in den Suchergebnissen hat:

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Eine klare Kommunikationsstrategie entwickeln, die die eigene Identität und die Ansprache der Zielgruppe berücksichtigt.

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Eine transparente Kommunikation mit der Zielgruppe über die Entscheidungen in Bezug auf die sprachliche Ausrichtung auf der Website führen.

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Geschlechtsneutrale Begriffe nutzen, etwa „Kundschaft“, „Mitarbeitende“ oder „Lehrkörper“. Mit geschlechtsneutralen Begriffen können zudem Leistungen statt Geschlechtsidentität in den Fokus gestellt werden – beispielsweise durch „Webdesign“ oder „Content-Erstellung“ statt „Webdesignerin“ und „Texterin“.

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Nutzen Sie das Wörterbuch von geschicktgendern.de. In diesem Online-Wörterbuch finden Sie genderneutrale Alternativen zu zahlreichen Wörtern, auch zu zusammengesetzten Begriffen wie „Anfängerkurs“ (Einstiegskurs) oder „Kontoinhaber“ (Konto inhabende Person).

icons8-geschlecht-100Fazit

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Diskussion über gendersensible Sprache im Kontext von SEO und Online-Präsenz ein wichtiges Thema bleibt. Es erfordert ein ausgewogenes Verständnis zwischen der Einbeziehung aller Geschlechter und der Effektivität von SEO-Strategien. Insgesamt gibt es keine einheitliche Vorgabe, wie gendergerechte Sprache aussehen sollte. 

Es ist wichtig anzumerken, dass Google keine der Formen gendersensibler Sprache einheitlich interpretieren kann, was für die SEO-Optimierung von Websites eine Herausforderung darstellt. Wir empfehlen eine durchgängige, einheitliche Sprache auf einer Website anzuwenden und möglichst genderneutrale Begriffe zu verwenden, die alle Personen inkludiert und trotzdem einwandfrei von Suchmaschinen wie Google und Co interpretiert werden können. 

 


 

Wir hoffen, dieser Beitrag hat Ihnen wertvolle Einblicke geliefert. Bei weiteren Fragen oder Unterstützungsbedarf stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Unser Team von Experten und Expertinnen bei Second Elements steht bereit, um Sie auf Ihrem Weg zu unterstützen – sei es mit zusätzlichen Informationen oder der Umsetzung dieser Thematik für Ihr Unternehmen. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder buchen Sie sich direkt einen unverbindlichen Beratungstermin!

Wir freuen uns darauf, Ihnen zu helfen, Ihr digitales Potenzial voll auszuschöpfen.

 

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Silan Gürbüz

Silan Gürbüz ist Expertin in der Onpage und Offpage Analyse und unterstützt die Kunden von SE bei der nachhaltigen und kundenzentrischen Optimierung ihrer Webseite.

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